Anlässlich eines Vortrages referierte die Wiener Gemeinderätin Dr. Gudrun Kugler (ÖVP) über die „Familie im 21. Jahrhundert“ und der damit verbundenen aktuellen Herausforderungen unserer Zeit.   

Familie ist Weg zum Glück

Die Familie gilt für Kugler als Ort zur Selbstverwirklichung und als Weg zum Glück. Jedoch verbinden sozialdemokratische Kreise mit der “Sippschaft” Probleme wie Belastung und Unterdrückung, wie dies auch schon Friedrich Engels ausdrückte.

Hinsichtlich der Steuergerechtigkeit werden Familien mit Kindern in Österreich derzeit fast nicht berücksichtigt. In Deutschland und Frankreich sei steuerlich durch den „gerechteren“ Kinderfreibetrag weit mehr absetzbar, so Kugler.

Bedrohungen für Familien

Die christliche Aktivistin schilderte auch ein Szenario, wobei sie über das unterschätzte Wagnis der „Armutsfalle“ bei einem dritten Kind berichtete. Wenn eine Mutter heute in Wien berufstätig ist und ihre Kinder nicht in die gratis Krippenplätze abgeben möchte, dann muss sie sich selbst um ein Au-pair Mädchen kümmern. Die Kosten dafür müsse die Familie selbst tragen, weil es dafür keine finanzielle Unterstützung von Seiten der Politik gäbe, so Kugler.

Was die Schulbetreuung anbelangt, so gibt es grundsätzlich zwei Optionen und zwar die der sogenannten „verschränkten“ und der „unverschränkten“ Form. In Wien hat sich ersteres, also die „verschränkte“ Ganztagesschule durchgesetzt, in der sich Unterricht und Erholungsphasen über den Tag verstreut abwechseln. Daher kann das Kind erst am Abend nach Hause gehen. Dies habe letztlich zum Ziel, dass das Gewebe der Gesellschaft durch den Rot-Grünen Zwang verändert wird. Im Unterschied dazu stehe die Volkspartei für eine generelle Wahlfreiheit.

Rot-grüne Sexualerziehung als Sprengstoff für traditionelles Familienbild

Frau Kugler übte auch Kritik an der Sexualerziehung des Roten Wiens. Es sei egal, mit wem und wie Geschlechtsverkehr praktiziert werde, denn es ist immer gleich gut, solange es „nur“ Spaß macht.

Kugler zitierte zwei interessante Studien zum Thema Familie. Erstere besagt, 80 Prozent der Kinder wollten bei Vater und Mutter leben, also weit mehr, als was man erwarten würde. Eine Wertestudie zeigt wiederum auf, dass sich sogar 92 Prozent der Befragten für ein traditionelles Bild der Familie ausgesprochen haben. Jedoch wird in der „veröffentlichten“ Wahrnehmung die traditionelle Familie sukzessive als Ausnahme und Auslaufmodell verunglimpft. 

Der Inhalt der Rede des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI. im deutschen Bundestag untermauert diese Darstellung. Darin hat er hingewiesen, dass der Mensch und die Politik vergessen, sich gegenseitig zuzuhören. Kritik übte er darin, dass heute vermehrt positivistische Ansätze von Bedeutung sind und alles ständig durch wissenschaftlichen Studien belegt werden müsse.

„Gender-Wahn“ ist ein Weltkrieg gegen die Ehe

Auch die feministische Ideologie des „Genderismus“ wird als Instrumentarium der politischen „Eliten“ eingesetzt, um der traditionellen Familie zu schaden. Unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung wird die Gender-Theorie als „part of the game“ der Politischen Korrektheit benutzt, um rot-grüne „Gleichmacherei“ auch in Hinsicht auf die Geschlechter zu betreiben. Papst Franziskus ist überzeugt, dass der „Genderismus“ eine Absurdität der westlichen Dekadenz und des Werteverfalls darstellt und äußerte: „Gender ist ein Weltkrieg gegen die Ehe“.

Dabei sollte es eine Sexualerziehung geben, die auf das „Christliche, Schöne, Wahre und Gute“ abzielt, meinte die Politikerin. Dessen ungeachtet fokussiert sich die Wiener Stadtregierung gegenwärtig auf Beratung für Homosexuelle. Bisher gibt es bereits fünfzehn extra dafür eingerichtete Beratungsstellen.
Kugler selbst spricht sich klar gegen die Homo-Ehe aus. Jedoch erläuterte sie, dass es ganz klar verschiedenste Arten von Liebe gäbe. Allerdings nur aus der einzigartigen Liebe zwischen Mann und Frau können Kinder entstehen. Zur Absicherung dieser Verbindung und für die Unschuld der Kinder wurde ursprünglich die Institution der Ehe begründet. Diese enthält einen tieferen Sinn des Zusammenhaltes, welcher in unserer Zeit bedroht ist.

Wanted: Mehr Anerkennung für Kinder-Erziehung

Heutzutage, so Kugler, herrsche eine fortschreitende „Ökonomisierung der Gesellschaft“ vor. Die Anerkennung – glauben wir zumindest – bekommen wir nur im Job. Die Erziehung von Kindern werde zu wenig geschätzt sowie gewürdigt und leider bekommen Frauen hier nicht die nötige Wertschätzung! 

Frau Kugler, das letzte Bollwerk des christlich-konservativen Flügels der Volkspartei, versicherte sich auch weiterhin unermüdlich für den Erhalt und die Förderung der traditionellen Familie einzusetzen. Die christliche Aktivistin hat bereits des Öfteren Courage bewiesen und sich für eine „Wehrt Euch“ Haltung und einige Demonstrationen gegen das Rot-Grüne Machtkartell eingesetzt.

In der anschließenden Diskussion, sprach sich Kugler auf die gestellte Frage, welcher Kandidat für die Präsidentschaftswahl denn der bessere sei, für den Freiheitlichen aus. Nur durch Norbert Hofer (FPÖ) als künftigen Präsidenten, so ist die Aktivistin überzeugt, sei ein (Vize)kanzler Sebastian Kurz nach der nächsten Nationalratswahl möglich und die Volkspartei wäre somit wieder in der Regierung vertreten.

Beitragsbild: MOs810/Wikimedia (CC BY-SA 4.0)


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