Die Linke braucht ihre Feindbilder um Überleben zu können. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Denn von der Arbeit an einer vernünftigen Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, sofern es diese jemals gab und abseits neokommunistischer Fantastereien, hat sie sich schon lange verabschiedet. Gerade Recht kommt ihr, und damit sind Politiker wie „Künstler“ und andere Systemgünstlinge gemeint, daher die Renaissance patriotischer, traditioneller und heimatverbundender Geisteshaltungen. Diese kann man nämlich zum eigenen Zwecke mit der Faschisten- und Nazikeule bearbeiten. Das sichert einerseits die Gunst des Systems durch Förderungen, Aufträge und öffentliche Aufmerksamkeit, andererseits aber auch die Verbreitung und das Fortbestehen ebenso gefährlicher und totalitärer Ideologien (Gender, Neomarxismus, Kulturrelativismus, etc.).

Welch Auswüchse der „Kampf gegen Rechts“ und das omnipräsente Schreckensbild der „Nazis“ haben kann, musste kürzlich auch der aus Kindheitstagen bekannte und beliebte Kasperl erkennen.

Die Doppelmoral linker „Künstler“

Das Muster der Diskreditierung ist dabei altbekannt. Es wird, ganz in faschistischer Manier, ein Feindbild aufgebaut, bei welchem die (scheinbaren) Anhänger, Hintermänner und Sympathisanten als „böse“ und „unmenschlich“ stilisiert werden. Die immer sehr detailreiche Schematisierung des Nazi-Typus und die Dramatisierung konspirativer, rechter Netzwerke, dient der Angst- und Stimmungsmache für die eigene Sache. Die Linke präsentiert sich als Wolf im Schafspelz, als einzigen „Retter“ vor dem kurz bevorstehenden, rechten Umsturz, der alle ins Verderben reißt.

Das über den Köpfen der Gesellschaft hängende und immerwährende Damoklesschwert der kollektiven Selbstschuld, wird in Österreich und Deutschland dabei gerne von selbsternannten „Künstlern“ und „Intellektuellen“ geschwungen. Je lauter „Nazi“ gerufen werden kann und je schäbiger die eigene Heimat samt Gesellschaft in den Dreck gezogen wird, desto höher fallen die Fördergelder aus. Schließlich kokettiert ja auch die mittlerweile dritte Generation nach 1945 immer noch massiv mit dem „braunen Gedankengut“, möchte man uns einreden. Gegen das eigene Denken, Handeln und Tun richtet sich die vor Doppelmoral triefende Kritik freilich nie. Der „Staatskünstler“ ist über die Abgründe des Menschlichen schließlich erhaben.

Der Kasperl als „Nazidrecksau“

Da der soziale Frieden hierzulande ohnehin nur von der radikalen Linken bedroht wird, muss sich die Phantasielosigkeit des liberalen „Intellektuellen“, mangels Alternativen, eben historische Feindbilder suchen. So geschehen in dem „supranationalen Magazin für Literatur, Kunst und Politik“ namens Wienzeile. Dieses von der Stadt Wien und dem österreichischen Bundeskanzleramt finanziell geförderte Blatt, ließ sich zu einer untergriffigen Verbalentgleisung gegen das Kinderpuppenspiel Kasperl hinreißen.

Denn der künstlerische Auftrag in Österreich gebietet es, von der Faschismus- und Nazikeule reichlich Gebrauch zu machen. Folglich klärt uns ein gewisser Andreas Heindl über die „braune Vergangenheit des Kasperls“ auf. In der Ausgabe 69 des „Kunstheftes“ schreibt der Autor unter dem Titel „Kasperl, die Sau“ wörtlich:

„Der Kasperl ist eine demagogische, selbstgefällig faschistische, denunzierende Nazidrecksau. Dass diese Puppenfratze jetzt noch immer im Fernsehen ist, dass diese unangenehme Präpotenz und Selbstgefälligkeit von Kindern noch gesehen wird […] ist eine Ungeheuerlichkeit.“

Wer unter Hitler lebte, war automatisch Nationalsozialist

Der Autor klärt uns aber noch weiter über die konspirative Naziwelt des Kasperls auf. Dass die Puppe mit seinem Knüppel („dem Trösterer“) dem Krokodil eins überzieht, wenn dieses Anstalten zeigt, die johlenden Kinder fressen zu wollen, sieht der Autor offenbar in Zusammenhang mit der den Österreichern gerne vorgeworfenen Fremdenfeindlichkeit. Natürlich, denn die Ordnung im Chaos hat etwas mit einer durch und durch menschenverachtenden Ideologie zu tun. Somit bildet der Kasperl als „Alt-Nazi“ nun eine allgemeine Gefahr für unsere Kinder. Womöglich leidet der Autor ja an einem Kindheitstrauma, hervorgerufen durch eine „böse“ Kasperl-Vorstellung…

Natürlich wird aber auch der geistige Vater des Kasperls, der deutsche Puppenspieler und Begründer der Hohnsteiner Puppenspiele Max Jacob, in die Nazi-Ecke gedrängt. Die Verwendung der Hohnsteiner Puppenbühne für die Truppenbetreuung im Dritten Reich ist dafür Indiz genug. Denn nach linker Logik machte sich schon jemand als potentieller Unterstützer Hitlers verdächtig, wenn er nur zur selben Zeit lebte. Ähnliches erleben wir momentan bei der absurden Diskussion rund um den Lieblingsbildhauer Hitlers, Josef Thorak, in Salzburg. Dort sollen nach ihm benannte Straßen umbenannt werden. In Wien gelang dies bereits beim ehrwürdigen Dr. Karl-Lueger Ring, inklusive Zusatztafel an seinem Denkmal im ersten Bezirk. Der Sozialist und bekennende Antisemit Dr. Karl Renner besitzt übrigens noch heute seinen eigenen, nach ihm benannten Straßenzug am Ring, samt Denkmal. Natürlich ohne Zusatztafel.

Der Raum für Absurditäten ist immer vorhanden

Anhand dieses Beispiels verdeutlicht sich, dass der Staat jeglichem geistigen Sondermüll, solange er unter dem Label des Antifaschismus firmiert, großzügig Raum und Öffentlichkeit gewährt. Durch die staatliche Alimentation werden Minderheitenmeinungen intellektueller Tiefflieger künstlich am Leben erhalten. Diese wiederum können sich als Helden von der linken Schickeria feiern lassen, da sie wieder einmal die „braune Seele“ der österreichisch-deutschen Gesellschaft offenbart haben. Wie immer vermisst man jedoch konstruktive Auseinandersetzungen mit real existierenden Problemlagen.

Die Junge Freiheit zur ewigen Nazi-Keule der Linken treffend:

„Letztlich verliert durch diese Ironisierung und Verwässerung die Nazi-Zuschreibung an Kraft und zieht nicht mehr, wenn tatsächlich jemand nationalsozialistische Ideen vertritt oder die Gräueltaten im Dritten Reich relativiert.“

Aus diesem Grund werden auch diese Zeilen, Gott sei Dank, nie in den Genuss staatlicher Zuwendungen kommen. Einzig und Alleine weil sie unter dem „falschen“ politischen Label laufen. Sie stehen also auf der richtigen Seite des politischen Spektrums. Und das ist gut so, denn eines sei den „Staatskünstlern“ hinter die Ohren geschrieben…

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt; die Wahrheit steht von alleine aufrecht.“ – Thomas Jefferson

Beitragsbild: Bad Kleinkirchheim/flickr (CC BY 2.0)

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